Warum macht ein Waldspaziergang munter und gibt uns neue Kraft?

TEIL 2

 

Wir brauchen:

  • Wasserpflanze (z.B. Wasserpest) aus einem Teich oder einer Zoohandlung
  • 3 saubere Marmeladegläser mit Deckel
  • 3 große nicht verzinkte Nägel aus Eisen
  • Natron (Apotheke – Gewürze)
  • ev. Alufolie

So geht's:

Koche in einem Topf Leitungswasser ab, damit alle im Wasser gelösten Gase entweichen und fülle die 3 Gläser anschließend damit. Wenn das Wasser ausgekühlt ist kommt in jedes Glas je eine Messerspitze Natron. In jedes Glas kommt nun auch je ein Nagel, in zwei gebt ihr noch je ein Stück der Wasserpflanze dazu. Eines der beiden Gläser mit Pflanze und Nagel stellst du dunkel oder dunkelst es ab, indem du die Alufolie herum wickelst.. Verschließe alle Gläser mit dem Deckel und stelle sie an einen sonnigen Platz (Fensterbank, Balkon, Garten,.). Beobachtet einen halben bis einen ganzen Tag.

Beobachtet - Was passiert?

Bereits nach einem halben Tag beginnt der Nagel im Glas, in dem die Wasserpflanze Licht bekommt, zu rosten. Die anderen Nägel verändern sich kaum. Nach einem Tag ist der 1. Nagel stark verrostet. Es kann sein, das nun auch die anderen beiden Nägel ein wenig Rost anlegen, aber schwächer.

Warum?

Rosten bedeutet, dass sich Eisen mit Sauerstoff verbindet. Also muss im 1. Glas viel Sauerstoff entstanden sein. Das Gas, das bei der Fotosynthese von grünen Pflanzen und der Sonne gebildet wird, ist also Sauerstoff. Da man Wasser aber auch durch das Abkochen nicht ganz frei vom Sauerstoff bekommt, rosten auch die anderen Nägel ein wenig. Beim Abkochen entweicht aber auch Kohlendioxid aus dem Wasser. Durch das Lösen des Natrons bildet sich wieder Kohlendioxid, das brauchen die Pflanzen für die Fotosynthese, ebenso wie das Wasser (nehmen die Bäume im Wald durch die Wurzeln auf und transportieren es in die grüne „Blätterküche“).

Was bedeutet das?

Die Luft im Wald ist also sauerstoffreich. Wir brauchen Sauerstoff zum Leben, ohne Sauerstoff ersticken wir. Die Bäume atmen also Kohlendioxid gewissermaßen ein, den Sauerstoff atmen sie aus. Genau umgekehrt wie wir. Bei viel Kohlendioxid in der Luft werden wir müde (abgestandene Luft) – dann muss man schnell lüften und Sauerstoff tanken.

Antwort (Forschungsergebnis) - Teil 1 und 2

Grüne Pflanzen erzeugen Sauerstoff und verbrauchen Kohlendioxid, genau umgekehrt wie der Mensch. Der Sauerstoff im Blut macht uns munter und wir fühlen uns im Wald erholt und gestärkt. Die Luft ist im hier auch schadstoffärmer (Filterwirkung des Waldes). Zum Erholungswert tragen natürlich auch die Ruhe und die Eindrücke in der Natur bei.

 

Diese und viele andere spannende Experimente findet ihr auch in dem Buch
365 Experimente für jeden Tag“ erschienen 2008 im moses.Verlag.

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