Kann uns der Wald beschützen?


Wir brauchen:

  • 2 kleine Plastikwannen: ca. 20-30 cm lang, 15 – 20 cm breit
    und 3-5 cm hoch.
  • Etwas Blumen - oder Gartenerde
  • Kressesamen

So geht's:

Fülle in beide Wannen je ca. 1-2cm Erde. In eine streut ihr zusätzlich Kressesamen. Immer feucht halten und beobachten! Wenn sich nach wenigen Tagen in dem Gefäß mit den Samen ein schöner Kresseteppich gebildet hat, beginnt der eigentliche Versuch. Die beiden Wannen werden schräg aufgestellt (wie ein Wald am Hang). Dann werden beide Gefäße ordentlich gegossen. Was passiert?

Beobachtet - Was passiert?

Beim Aufstellen rutscht vielleicht schon ein Teil der Erde im unbepflanzten Gefäß nach unten. Im bepflanzten Gefäß bleibt die Erde. Spätestens beim kräftigen Gießen fließt ein Erde-Wasser-Gemisch in der kressefreien Wanne nach unten.

Ein kräftiger „Regenguss“ geht auf unsere Versuchsanordnung nieder!

kresse
kresse
kresse

Warum?

Die Wurzeln der Kressesamen halten den Boden fest. Im unbepflanzten Gefäß hat die Erde keinen Halt.

Was bedeutet das?

In der Natur halten die Wurzeln der Bäume eines Bergwaldes ebenfalls den Boden fest und bewahren ihn vorm Abrutschen. Bei starkem Regen werden so Murenabgänge verhindert und im Tal liegende Siedlungen geschützt.

Antwort (Forschungsergebnis)

Der Wald erfüllt eine sehr wichtige Funktion als Schutzwald, weil er das Abrutschen der Erde und das Entstehen von Muren auf Hängen bei starkem Regen verhindert. Durch Abholzen von Bergwäldern (die Wurzeln sterben ab und verrotten) steigt daher das Risiko für Murenabgänge und Erdrutsche. Daher werden inzwischen auch Schutzwälder wieder aufgeforstet. Die Bäume schützten natürlich auch vor Steinschlag und vor allem durch die Verteilung der Schneemassen und das Unterbrechen der Schneedecke auch vor Lawinen im Winter.

Übrigens: die Kresse schmeckt gut aufs Brot oder einen frischen Salat! Einfach mit der Schere über der Erde abschneiden.