ÖNJ Frühling in Neukirchen an der Vöckla

Bei uns in Neukirchen gibt es seit heuer im Frühling auch eine Mini-ÖNJ-Gruppe. Die 25 Kinder sind im Alter zwischen 4 und 8 Jahren. Wir haben bereits einige Aktionen gestartet. Manche nur mit den Minis, andere mit gemischter Besetzung ! Insgesamt haben wir zur Zeit ca. 35 - 40 Mitglieder.
 

Frühblüher erforschen
 

Die Minis und einige Helfer von den Großen haben einige Frühblüher erforscht. Warum blühen Schneeglöckchen, Schlüsselblumen und Krokusse schon so bald im Frühjahr ?
 

Wir haben Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, Krokusse, Schlüsselblumen und Buschwindröschen ausgegraben und uns die Wurzeln und Zwiebeln angesehen und sie anschließend aufgezeichnet.

Bärlauchaufstrich machen

Aus Joghurt, Topfen, Bärlauch und Gewürzen haben wir bei mir in der Küche einen leckeren Bärlauchaufstrich gezaubert. Anschließend haben wir in gekostet und in Gläsern unseren Eltern eine Kostprobe mit nach Hause genommen.

 

Brot backen

Vollkornmehl, Buttermilch, Germ, Milch, Öl, Salz, Brotgewürz, Leinsamen, Mohn und Sonnenblumenkerne mischten wir zu einem guten und gesunden Brotteig zusammen. Dann konnte jeder einmal selbst Bäckermeister spielen und sein eigenes Gebäck formen. Manche waren da wirklich sehr kreativ, und so mancher Bäckermeister wäre vor Neid verblasst.

Das Brot schmeckte sehr gut, darum blieb auch nicht ein einziges Stück liegen, alles wurde gegessen und für die Eltern verpackt. Voller Stolz präsentierte anschließend jeder seine schmackhaften Kunstwerke. Mmmmmm lecker !

Betreuer: Eva Brenneis, Maria Reiter

 

Jüngste Gruppe - Jüngste Leiterin

Warum außerschulische Gruppenarbeit?

Nur wer die Natur kennen, begreifen, erleben lernt, fühlt sich für sie verantwortlich! Ich bin eine 20-jährige Pädak-Studentin und sehe diesen Satz als Leitfaden für meine neue Arbeit als önj-Gruppenleiterin.

Für mich bedeuten Kinder und Jugendliche sehr viel, und ich fühle mich mit der Natur verbunden. Was liegt da näher, als eine önj-Gruppe zu gründen und zu leiten. Also marschierte ich mit einigen OH-Folien und önj-Zeitschriften bewaffnet in die HS-Neukirchen.

 

Nachdem ich mich und die önj vorgestellt hatte, meldeten sich 37 interessierte Kinder bei mir. Und schon ging's los. Unser erstes Treffen fand am nahen kleinen Fluss, der Vöckla, statt.

 

Weicher Boden - urwaldartige Wildnis - Sinneserfahrung Moor

Nun war ich gespannt, ob die Kinder meine ersten richtigen Aktionen annehmen würden. Ich plante eine Erlebnisfahrt ins Kreuzerbauernmoor.

Zu neunt durchstreiften wir schließlich an einem Samstagnachmittag die etwas unheimliche Landschaft.

Wir versuchten das Moor mit allen Sinnen zu erfahren, und weil wir uns meist zu sehr auf unsere Augen verlassen, versuchten wir es auch mit verbundenen Augen. Die Kinder folgten einem gespannten Seil durch Schlammlöcher, bauchhohes Pfeifengras und Moospolster bis zum Erlenbruchwald. Alle fanden das irrsinnig spannend und wollten den Weg gleich noch einmal gehen.
 

Die Defizite der Schüler - warum am Ende alle Füße nass waren

Bei unserer Moorexkursion kamen wir auch an einen größeren Bach. Ich konnte es kaum glauben, aber plötzlich standen alle Kinder im Wasser, suchten seichte Stellen und durchwateten den Wasserlauf.

Am Ende mußten sämtliche Stiefel entleert werden. Die Kinder hatten so viel Spaß an der Sache, dass ihnen plötzlich alles andere völlig egal war. Ich glaube, dass sie an diesem Nachmittag unzählige Defizite an solchen hautnahen Naturerfahrungen ausgeglichen haben. Kindern, die nur in der Schulbank und vor dem Fernseher sitzen, fehlt oftmals der Zugang und das Gefühl für solche Erfahrungen. Die önj hat es sich zum Ziel gemacht, junge Leute wieder in die Natur und zu einschneidenden Erfahrungen und Erlebnissen zu führen.
 

Höhlenabenteuer

Ein solches Erlebnis stellt sicher das Höhlenabenteuer dar, das wir gemeinsam mit den önj-Gruppen aus St. Georgen und Weyregg unternahmen. Schon der zweieinhalb Stunden dauernde Aufstieg, zum auf 1520m Höhe gelegenen Eingang, war ein zwar anstrengendes, aber durchaus wertvolles Erlebnis.