Das Springkraut bedroht die heimische Flora
Sie kommen von weit her, verdrängen heimische Pflanzen und verändern das gesamte ökologische System. Gemeint sind die so harmlos wirkenden Pflanzen wie das Indische Springkraut, die Goldrute oder das Kanadische Berufkraut - die Problem-Neophyten.
Im Gebiet der Dürren Ager hat sich das Springkraut auf Wiesen mit fehlender Bewirtschaftung flächig auf Kosten der einheimischen Pflanzenwelt ausgebreitet. Das Springkraut gehört zu diesen Problem-Neophyten, denn es schleudert seine Samen oft mehrere Meter weit und so können auf einem Quadratmeter mehrere Tausend Samen auftreffen. So verdrängt es die heimische Flora des Augebietes und erschwert die Bewirtschaftung auf Nachbarflächen, was wiederum zur Bewirtschaftungsaufgabe und der Ausbreitung des Springkrautes führt. Eine Sanierung von Flächen, die mit Drüsigem Springkraut befallen sind, ist jedoch nur dann zielführend, wenn die Grundstücke anschließend regelmäßíg und nachhaltig bewirtschaftet werden. Sonst erobert das Springkraut die Au-Wiesenflächen flächendeckend und verschiebt das Landschaftsbild bis zu Monokulturen.
Dem will der OÖ. Landschaftsfonds im Gebiet der Aumühle in Berg i. A. entgegenwirken. Im Frühling wurde eine Sanierungsfläche geschaffen, auf der erst abgelagertes Schwemmholz zerkleinert und in den Boden eingearbeitet wurde. Im nächsten Schritt wurde eine standortgerechte Neuansaat ausgebracht. Das Springkraut konnte so im ersten Jahr bereits deutlich reduziert werden.
Da sich aber noch tausende Samen des Springkrautes im Erdreich befinden und die neu keimenden Jungpflanzen von Hand entfernt werden müssen, wurde der Einsatz der Österreichischen Naturschutzjugend St. Georgen/A. notwendig. Es gab bereits zwei ehrenamtliche Arbeitseinsätze um einige Tausend nachwachsende Pflanzen vor der Neuausbildung von Samen mitsamt den Wurzeln auszureißen. Der OÖ. Landschaftsfonds freut sich über die wertvolle Unterstützung der jungen Naturschützer aus St. Georgen/A. , die mit ihrem Einsatz aktive und professionelle Naturschutzabrbeit betreiben.
Als Lohn für die hochsommerlich schweißtreibende Arbeit gibt`s eine gute Jause und das Wissen und gute Gefühl, wertvolle und sinnvolle Arbeit geleistet zu haben.































