Rettungsaktion für bedrohte Kröten und Frösche

Anfang April, je nach Wetter, wandern unsere Kröten zu dem Teich, in dem sie als Kaulquappen das Licht der Welt erblickt haben, um ihre Laichschnüre abzulegen. Diese Amphibien sind äußerst nützliche Schädlingsbekämpfer und spielen eine bedeutende Rolle in der natürlichen Nahrungskette. Kröten sind nacht- und dämmerungsaktiv, daher wandern sie nachts. Als wechselwarme Tiere verharren sie gerne auf der warmen Straße. Gibt es also eine Straße neben einem Teich, dann kann es passieren, dass ein einziges Auto Dutzende von ihnen überfährt.


Aus diesem Grund wurden von den Gemeindearbeitern der Gemeinden Attersee und Nussdorf gemeinsam mit der Naturschutzjugend (ÖNJ) St. Georgen Schutzzäune errichtet. Sie sollen Kröten und Frösche davor bewahren, bei ihrer Wanderung zum Laichplatz, einem Teich auf der Gemeindegrenze, überfahren zu werden.

Die Tiere wandern die künstliche Barriere entlang und landen schließlich in einem Eimer. Jeden Morgen werden sie auf der anderen Seite der Straße wieder entlassen und sind so in Sicherheit. Dabei werden die Kröten und Frösche auch gezählt. So kann man feststellen, an welcher Stelle die meisten queren und wie viele wir gerettet haben.

 

Die Gruppe des Naturschutzbundes Frankenburg stellte für den ersten Versuch das Material leihweise zur Verfügung und unterstützte uns auch beim Bau. Bereits nach der ersten Nacht fanden unsere „Krötenpolizisten“, Familie Edtmayr und Frau Pessl, unglaubliche 160 Kröten und einen Frosch in den eingegrabenen Eimern.


Wir bedanken uns noch einmal bei den Gemeinden Nussdorf und Attersee, bei Sepp Wadl und Franz Seiringer aus Frankenburg (ÖNB) und ganz besonders auch bei Familie Edmayr und Frau Pessl für den täglichen „Krötentransport“.

Österreichische Naturschutzjugend St.GeorgenElli Hubelnig, Markus Hagler