FRÜHLING - HÖREN, RIECHEN, SEHEN, SCHMECKEN, SPÜREN, ERLEBEN, ERFAHREN....
Gleich mit Beginn der Osterferien den Frühling mit all seinen Düften, Farben und Tönen wahrnehmen - das jedenfalls konnten Verena und Daniel, die es nicht scheuten, gleich am ersten Ferientag früh genug aufzustehen. Da wir im wahrsten Sinne eine Kleingruppe waren, kam zu allen bereits genannten Erfahrungen auch noch eine ganz besondere hinzu: Wir waren sehr r u h i g unterwegs und konnten gerade auch deswegen viel konzentrierter und bewusster beobachten, erleben und auch empfinden. Neben dem Plätschern des Wassers, dem Säuseln des Windes, dem zarten Gesang der Vögel und den warmen Frühlingsstrahlen konnten wir den besonderen "Klang des Schweigens und der Ruhe" in uns aufnehmen und mit nach Hause tragen.
So besichtigten wir Gartenteiche und sahen Kröten unbd Molche, durchstreiften eine kleine Wildnis an der Dürren Ager, beobachteten Wasseramseln mit Kugelnest und eine Bisamratte, lernten neue Vogelstimmen kennen, pflückten und verkosteten Bärlauch und Brunnenkresse, genossen unser Zusammensein in der Natur und spürten, dass wir sind vernetzt, verschwistert, verbrüdert, verwoben sind mit unserer "Mutter Erde". Sie schenkte uns Kraft, Freude und den Mut für neue Aktivitäten zu ihrem Schutz und zu ihrem Wohle.
Noch zwei schöne Gedanken zum Frühling:
1) Hildegard von Bingen: "Die Erde schwitzt Grünkraft"
2) Dazu ein besonderes und bekanntes Frühlingsgedicht:
Ludwig Uhland (1787 – 1862)
Frühlingsglaube
Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

