Ferialjob bei der ÖNJ
Seit Jahren bietet die ÖNJ besonders für Kinder attraktive Angebote.
Es werden Reisen, Artenschutzprojekte, Lager und viele andere Aktionen veranstaltet und erfolgreich durchgeführt, um den Jugendlichen die Natur spielerisch näher zu bringen.
Heute ist es für eine Schülerin sehr schwer einen Ferialjob zu finden, der interessant ist und Spaß macht. Ich träumte immer von einem abwechslungsreichen Ferialjob, wo ich neue Erfahrungen sammeln kann, doch genauere Vorstellungen hatte ich noch nicht.
Also legte ich dieses Thema für einige Zeit auf Eis.
Nach einem gelungenem Referat über die „Geschichte und Bedeutung der Gartenlandschaften“ machte mir mein Biologielehrer Prof. Herbert Weißenbacher das Angebot, in meiner Freizeit in der Landesgartenschau Vöcklabruck zu arbeiten, um dort die Österreichische Naturschutzjugend zu präsentieren.
Im ersten Augenblick reagierte ich etwas überrascht und verunsichert, denn ich war mir über meine Aufgaben, die ich dort hätte erfüllen sollen überhaupt nicht im Klaren.
Also bat ich um etwas Bedenkzeit, um mich gründlichst über meinen zukünftigen Job informieren zu können. Noch etwas unentschlossen stimmte ich schließlich. Meine Mutter ermutigte mich, den Job anzunehmen, denn sie bot mir ihre Hilfe bei schwierigen Dingen an und unterstützte mich, wo es nur möglich war. Wofür ich ihr natürlich sehr dankbar bin. Mit einem etwas mulmigen Gefühl im Bauch begann ich meinen ersten Arbeitstag.Natürlich hatte ich gehofft, den Erwartungen meines Professors gerecht zu werden.
Doch meine Sorgen waren völlig unbegründet, denn auch von den anderen Mitarbeitern der Gartenschau wurde ich sehr nett aufgenommen und fühlte mich sofort wohl.
So stand ich nun in meiner Freizeit beim Pavillon der ÖNJ, präsentierte den Bohrkern des Gerlhamer Moors, Fotos von ÖNJ Lagern, einige Projekte und Ausflüge, erklärte den Besuchern die Funktion und Aufgaben der Österreichischen Naturschutzjugend und teilte Broschüren und Magazine aus. Einer meiner ständigen Begleiter war die „Wilde Hilde“, eine von der Volksschule Regau angefertigte Heuschrecke aus Pappmache in Überlebensgröße.
Natürlich hatte ich auch großes Glück mit meinem Arbeitsplatz, denn wenn man von Blumenwiesen, Sonnenschein und viel frischer Luft umgeben ist, kann beinahe nichts mehr schief gehen. Die Vöcklabrucker Landesgartenschau ist der ideale Ort um sich zu entspannen oder die Natur zu genießen. Wie jeder Job beinhaltete auch dieser negative Seiten: geschwollene Füße oder Blasen,
Sonnenbrände, unvorhergesehene Regenschauer, oder extreme Windböen.
Ein Arbeitsplatz im Grünen besitzt also auch Nachteile, doch die kalten Regentage habe ich mit einer großen Kanne Früchtetee, Winterjacke und Regenschirm überlebt. Ich habe auf keinen Fall aufgegeben, genauso wenig wie die Besucher, die vor Regen und Kälte nicht zurückgeschreckt sind. Dazu gehörten willenstarke Klosterschwestern, Kinder und Pensionisten, die der Nässe trotzten.
Wenn ich müde wurde, bot ein Cafe Latte mit einem Stück Erdbeertorte im nahe liegenden Gartencafe, oder einer guten Liveband, sofort Abhilfe. Eine musikalische Bereicherung dieser Blumenschau, wie zum Beispiel am 12.Mai durch die Landesmusikschule Vöcklabruck, sollte es eigentlich öfter geben.
Dann lag außer Rhythmus auch noch eine super Stimmung in der Luft.
Die Gartenschau bietet (noch bis 14. Okt. 07) noch viel mehr Attraktionen als
Erdbeertorten und Cafe - zum Beispiel verschiedenste Blumenschauen, die ca. 14-tägig wechseln.
Oder die exotische Blumenpracht, bis zur Welt der Rosen. Ein weitere Höhepunkt ist das Sommerkino (von 8.-15. Aug. 07); worauf ich mich schon ganz besonders freue, denn es ist immer wieder ein Erlebnis an einem lauen Sommerabend unter dem Sternenhimmel einen guten Film zu sehen.
Sehr empfehlenswert ist natürlich auch die Gartenschauküche, in der immer wieder Verkostungen, zum Beispiel Kürbiskernölkuchen oder Gänseblümchenbrote, angeboten werden.
Mein erster Ferialjob war ganz besonders für mich eine neue und gute Erfahrung.
Ich habe neue Leute kennen gelernt, hatte engen Kontakt zur Natur und viele Menschen haben mich immer wieder neu überrascht, wie sie bloß durch ihre Ausstrahlung, ihren Optimismus
und ihre Freundlichkeit jedem ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.
Denn jedem dem nicht alleine vom Anblick und Duft dieser riesigen Blumenbeete warm ums Herz wurde, sollte vielleicht jetzt seine Gewohnheiten ändern und
endlich zu leben beginnen!!!
Gloria Watzinger
5. Klasse, Bundesgymnasium
4840 Vöcklabruck

