Ein Fisch mit vielen Namen: die Koppe
Unser önj-Nachmittag fand am 25.September statt, und war einem geheimnisvollen Fisch, der Koppe gewidmet.
Dieser eigenartig aussehende Fisch ist unter vielen Namen bekannt: Dickkopf, Dolm, Greppe, Groppe, Grunnel, Kaulkopf, Mühlkoppe, Turzbull und viele andere mehr. In Niederösterreich heißt die Koppe „Bratgoschl“ – „brat“ umgangssprachlich für breit, bei „Goschl“ oder „Goscherl“ ist das Maul gemeint.
Im Mittelalter waren Koppen begehrte Speisefische, die den Reichen vorbehalten waren.
Die Färbung der Koppe ist an den Untergrund angepasst, grau bis braun, kann aber auch lehmfarben oder fast schwarz sein. Meistens mit unregelmäßigen Flecken, Tupfen oder Bändern. Der Bauch ist schmutzigweiß, die Kehle häufig leicht violett. Die Länge beträgt 10 – 15 cm. Das Maul ist sehr groß mit Hechelzähnen. Der Körper ist schuppenlos, nur entlang der Seitenlinie sitzen dachhohlziegelartige Schuppen. Der Fisch hat keine Schwimmblase.
Die Lebensräume dieses schlechten Schwimmers sind kühle, saubere und sauerstoffreiche, fließende und stehende Gewässer bis über 2000 m Höhe. Als Nahrung dienen Bodentiere aller Art ( Fliegenlarven, Bachflohkrebse,…).
Die Koppe ist dämmerungs- und nachtaktiv und verlässt in dieser Zeit ihren Unterschlupf zur Nahrungssuche. Tagsüber lebt sie verborgen unter Steinen.. Wird sie aufgeschreckt, bewegt sie sich zickzackförmig über dem Grund um sofort wieder einen geeigneten Unterschlupf aufzusuchen.
Die Eier werden an die Unterseite von Steinen geklebt und während der Entwicklung vom Männchen bewacht.
Als Hauptursache für den Rückgang der Koppen wird die Verbauung von Gewässern gesehen.
Die Dürre Ager in Reichenthalheim weist noch ideale Lebensbedingungen für die Koppe auf. Mit Becherlupen und Kescher „bewaffnet“ mussten wir nicht lange suchen, und bald konnten wir die erste Koppe unter einem flachen Stein, den wir behutsam aufhoben, beobachten. Wir waren erstaunt wie schwer die Koppe auf dem Bachuntergrund wegen der perfekten Tarnfarbe zu sehen war. Tatsächlich konnten wir ein Exemplar vorsichtig einfangen, und in der Becherlupe betrachten. Danach wurde die Koppe gleich wieder in die Freiheit entlassen.
Jonas hatte leider Pech, eine Biene hat ihn unmittelbar unter dem Auge gestochen. Nach wenigen Minuten war jedoch der Schmerz wieder vergessen, und wir freuten uns auf den Abschluss des Nachmittags: Wolfgang Marka hat uns in seinem tollen Gartenparadies zum Knacker-Grillen und leckerem selbst gemachten Saft (Schafgarbe und Mädesüß) eingeladen. Obwohl wir schon ziemlich müde vom Wandern waren, wurden der Hindernis-Parcour sowie sämtliche Natur-Spielgeräte (alle von Markus selbst gebastelt), ausgiebig getestet.
Wir möchten uns auf diesem Weg noch einmal recht herzlich für die Einladung bedanken!
















































