Gerlhamer Moor
Ausflug am 16.05.2009 – 13.30 Uhr
Ziel unseres Mai-Ausfluges war das "Gerlhamer Moor". Dieses Naturschutzgebiet liegt im Gemeindegebiet von Seewalchen auf 517m Meereshöhe. Das Gerlhamer Moor, ein Nieder- oder Flachmoor, ist im Gegensatz zu einem Hochmoor, abhängig vom Grundwasser. Seit 1988 ist das Gerlhamer Moor im Besitz der önj.
Dies war nun der erste Ausflug unserer noch sehr jungen önj-Gruppe ins Gerlhamer Moor, und kaum ein önj-ler hatte bis dahin je ein Moor betreten. Umso größer war die Überraschung, als wir die Vielfältigkeit und Urtümlichkeit dieser Landschaft entdeckten. Zum Glück waren wir bestens mit Gummistiefel und Becherlupe ausgerüstet.
An Weg zum Moor fielen uns im angrenzenden Buchenwald vor allem die großen Mengen an Waldmeister, die ersten Türkenbundlilien sowie die in unserem Gebiet gar nicht häufige Schwalbenwurz auf. Richtig ungewöhnlich war es, als der Moorboden bei jedem kräftigen Schritt zum Schwingen anfing. Auf den unglaublich schönen Moorwiesen sahen wir seltene Pflanzen wie das Breitblättrige Knabenkraut, ein Exemplar vom Fleischfarbenen Knabenkraut, sowie die wunderschönen Wasserschwertlilien. Als Besonderheit konnten wir das Salzburger Greiskraut entdecken. Diese Pflanze kommt weltweit nur in Bayern und Oberösterreich vor.
Entlang des überschwemmten Weges durch das Moor wurden die Becherlupen ausgepackt. Jede Menge Posthornschnecken, Pferdeegeln, Kaulquappen und Libellenlarven konnten wir damit beobachten. Mit der Hand gefangene Pferdeegel haben sich sofort an den Fingern festgesogen. Nachdem sie jedoch wieder mit Wasser in Berührung kamen, ließen sie sofort wieder von uns los.
Beim großen Teich bei der Kapelle machten wir Pause. Wir haben Verstecken gespielt. Ein vorbeifliegender Schwarzspecht fiel uns durch seinen ungewöhnlichen "Gesang" auf.
Jürgen entdeckte noch Gelbbauchunken, einen Teichmolch sowie einen weiblichen Gelbrandkäfer. Die Größe dieses Schwimmkäfers beeindruckte uns sehr. Lukas hat uns aus seinem Bestimmungsbuch noch viele interessante Informationen über den Gelbrandkäfer vorgelesen.
Kurz vor der Endstation, bevor uns die ziemlich lästigen Gelsen beinahe aufgefressen hatten, fanden wir noch ein Weißes Waldvöglein (eine wunderschöne Orchidee), sowie ein Exemplar vom Doldigen Milchstern.



































