Vogelbeobachtung im Weidmoos
Das Weidmoos im Gemeindegebiet von Lamprechtshausen (Salzburg) war Ziel unserer önj-Veranstaltung am 17.09.2011. Das Weidmoos war ursprünglich ein ausgedehntes Hochmoorgebiet. Jahrzehntelang wurde hier industriell Torf abgebaut. Im Jahr 2000 wurde der Torfabbau beendet, und die Natur begann dieses Gebiet zurückzuerobern. Mit menschlicher Hilfe entstand so ein Vogelparadies bei dem mittlerweile über 150 Vogelarten festgestellt wurden. Rohrweihe, Weißsterniges Blaukelchen, Silberreiher, Rohrdommel, Flussregenpfeifer,… sind nur einige der seltenen Arten die man hier antreffen kann.
Bei nochmals richtig heißem Sommerwetter wanderten wir, mit Ferngläsern bewaffnet, den Rundwanderweg entlang. Direkt neben dem Weg konnten wir noch die Gleise der „Bockerlbahn“, so nannte man die Bahn die den Torf aus dem Abbaugebiet brachte, finden. Die leeren Waggons wurden sofort von den önj-lern in Beschlag genommen, und auf den Schienen in Bewegung gebracht. Sogar eine funktionierende Weiche konnten wir noch entdecken.
Einer der letzten aktiven Handtorfstiche befindet sich im Weidmoos. Wir sahen Torfziegel (Wasen) welche zum Trocknen aufgerichtet waren, sowie die hinterlassene Fläche nach dem Torfstich. Torf wurde früher als Brennmaterial verwendet und wird jetzt noch immer der Gartenerde beigefügt.
Naturschützer wissen: Hände weg von Gartenerde mit Torfanteil!!!
Beim Informationszentrum stärkten wir uns dann mit unserer mitgebrachten Jause. In den Gräben rund um das Informationszentrum konnten wir Frösche und Libellen beobachten. Am Himmel sichteten die aufmerksamsten önj-ler einen Mäusebussard und auch einen Baumfalken konnten wir beobachten.
Am Aussichtsturm hatte man einen guten Überblick über das Vogelschutzgebiet. Leider ließen sich nur weit entfernt einige Enten beobachten. Plötzlich ließen sich jedoch mindestens 10 Silberreiher sowie 2 Graureiher an einer Wasserfläche nieder. Es war sehr beeindruckend wie schön und groß diese Reiher sind.
Danach gings am Rundweg noch durch das Hochmoor. Eine Ringelnatter floh aufgeschreckt durchs Wasser. Im Moor blühte das Heidekraut oder Erika in großen Mengen und am Wegrand konnte man noch eine große Anzahl an Rundblättrigem Sonnentau finden. Die Raupe eines Mondvogels kroch uns auch noch über den Weg.
Wieder zurück am Parkplatz wurde nun ausgiebig Merkball gespielt. Und dann gabs in Michaelbeuern noch Eis für alle. Am Dorfbrunnen kühlten sich die erhitzen Gemüter dann noch mit dem kühlen Wasser ab, und die ersten Kastanien wurden am Marktplatz von den Bäumen geholt.






















































