Arbeiten im Kreuzerbauermoor
Rettung für Pinus mugo ssp. mughus
Was sich so "überspannt" anhört, ist nichts anderes als ein arbeitsintensiver Einsatz der önj Waldzell, um den einzigartigen Bestand an Spirken im Kreuzerbauernmoor vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.
1975 wurden vom damaligen Besitzer tiefe Entwässerungsgräben gezogen, um eine Baumschule anzulegen, was nur durch den frühen Tod des Besitzers verhindert wurde. Aber auch ohne Aufforstung kam es innerhalb kurzer Zeit zu einer gravierenden Zunahme von Fichten, welche insbesondere auf dem durch die Spirken befestigten Untergrund besonders gut zu gedeihen scheinen.
Fichten und noch einmal Fichten begannen sich allerorten über die Spirken zu erheben und nahmen ihnen die wichtigste Lebensgrundlage - das Licht. Man merkt richtig, wie die Spirken dem Licht nachwachsen und dabei Gefahr laufen auseinanderzubrechen. Mancherorts schon geschehen, versuchen wir nun seit einigen Jahren durch Entfernen der Fichten und abriegeln der Gräben die Lebensbedingungen für die Spirken etwas zu verbessern.
Die kleineren Fichten können ausgerissen oder umgesägt werden.
Arbeitseinsätze finden vor allem in der Zeit statt, wenn die Fauna und Flora möglichst wenig beeinträchtigt wird. Herbst und Winter sind die Zeit, in der wir mit Motorsäge und Axt ausgerüstet den Fichten zu Leibe rücken.
Auch wenn die Flächen dann nicht immer der Definition "zusammengeräumt" standhalten, werden wir auch in den nächsten Jahren an der Bewahrung des Restbestandes an Pinus mugo ssp. mughus weiterarbeiten. Denn auch für die Spirke gilt "in Schönheit gestorben ist auch tot".

