Önj-Lagerbericht Elba 2008 (22.08.-29.08.)
Freitag: Regen im Bus
Schon bevor alle im Bus waren, kam es zu den ersten Komplikationen. Nachdem alle Versuche Dianas auf die mögliche Undichte des Busses hinzuweisen auf Granit gestoßen waren, wurde ihrer Vermutung endlich Glauben geschenkt, als Alex und Lukas D. mit einem kräftigen Strahl Wasser ins Gesicht, aus dem Halbschlaf gerissen wurden. Die Lage beruhigte sich jedoch, als das Dachfenster des Busses geschlossen wurde, und so konnten die Vöcklabrucker Teilnehmer bei triefendem Regen außerhalb und leichtem Niesel innerhalb des Busses zusteigen. Die Busfahrt in dieser Hälfte des Tages verlief ohne weitere Probleme.
Samstag: Aufbau der Zelte und erste Verletzungen
Am frühen Nachmittag erreichten wir endlich den Hafen von Piombino. Während der Busfahrt hatte kaum jemand geschlafen, was das Schleppen der Koffer zur Fähre nicht gerade erleichterte. Angesichts der Stufen auf das Schiff hinauf mussten so manche erkennen, dass die Koffer und Taschen vielleicht das eine oder andere Gramm zu viel hatten. Bei der einsündigen Überfahrt genossen alle die ersten Sonnenstrahlen des Tages an Deck, da das Wetter bis dahin nicht sehr viel versprechend gewirkt hatte. Nachdem wir das Gepäck sicher zur öffentlichen Bushaltestelle Portoferraio gebracht hatten, verschlangen wir das erste italienische Eis. Der Busfahrer schaute nicht schlecht, als sich 31 Österreicher mit Tonnen an Gepäck in das Fahrzeug drängten. In Lacona angekommen, hinterließen wir unsere Koffer mit Resi und Franz an der Bushaltestelle und machten uns auf zum Campingplatz Stella Mare auf dem wir, nachdem die Zelter angekommen waren, unser Lager für die nächste Woche aufschlugen. Daraufhin hieß es für alle ab zum Sandstrand. Dort kam es bei Kathi und Anna zu ersten Verletzungen. Die beiden machten mit stacheligen und spitzen Meeresbewohnern eine unangenehme Bekanntschaft. Erschöpft und aufgewühlt fielen wir nach einer kurzen Lagerbesprechung in unsere Schlafsäcke.
Sonntag: Wilder Spargel und Pasta
Wir starteten früh morgens mit Teil Eins der botanischen Führung um der Mittagshitze zu entkommen. Schon am Campingplatz bestimmten wir die ersten Pflanzen und lauschten aufmerksam der Einführung Frau Professor Joas’ in die Botanik des Mittelmeerraums. Unzählige wilde Formen unserer Gartenpflanzen gab es zu entdecken, und während keiner in die Versuchung kam den Wilden Spargel zu kosten, konnte bei den wilden Brombeeren niemand widerstehen. Ein frisch geschlüpfter Schwalbenschwanz diente gutmütig als Fotomodell. Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns auf zum Felsstrand. Dort angekommen packten wir Flossen, Schnorchel und Taucherbrille und sprangen in das kühle Nass. Wir tauchten im klaren Wasser und sonnten uns am Stand. Danach schleppten wir uns die Stiegen hoch zurück zu den Zelten. Zum Abendessen verspeisten wir Berge an Pasta.
Montag: Tag der großen Schnorchelprüfung
Nach dem Aufstehen machten wir uns auf in Richtung Strand, um die Dünen- und Küstenvegetation zu erkunden. Kakteen, Agaven,… zur großen Überraschung aller kam es zu keinerlei Verletzungen und nach der anstrengenden Kletterei über die Felsen freuten sich alle auf das Mittagessen. Nach dem anstrengenden Abstieg zum Felsstrand absolvierten einige Teilnehmer die Schnorchelprüfung. Dabei wurde 2 Meter tief hinunter getaucht und in 2 Metern Tiefe 3 Meter weit getaucht. Unter der harten Jury von Herrn Professor Joas bestanden alle die Tauchprüfung: Martin D., Lukas D., Anna S., Moritz, Verena, Anna H., Monika, Lena, Bernhard, Katharina, Sebastian, Tobias, Ralf, Alex, Peter, Bianca und Erik.
Dienstag: Steine und Sand
Wir begannen den Tag mit einer geologischen Tour. Neugierig kletterten wir die Küste entlang bis zu einer wunderschönen Bucht. Dort bearbeiteten wir Felsen mit Meißel und Hammer und suchten den Strand nach Halbedelsteinen ab. Nach zahlreichen interessanten Funden trieb uns die beginnende Mittagshitze, über die Felsen, zurück zum schattigen Zeltplatz. Nach dieser anstrengenden Kletterei entspannten wir am Nachmittag am Strand. Einige am Fels-, andere am Sandstrand. Nach dem Abendessen spielte der Großteil der Gruppe, wie schon an den Abenden zuvor, das Spiel „Die Werwölfe vom Düsterwald“ oder eine gemütliche Runde Poker. Manche wurden zu wahren Werwolf- und Pokerprofis.
Mittwoch: Tour um die Insel
Mitten in der Nacht (7:30 Uhr) krochen wir aus den Betten und machten uns auf zur Bushaltestelle. Wir fuhren nach Portoferraio, wo wir uns ein italienisches Frühstück genehmigten, bevor wir weiter nach Capoliveri, ins Mineralienmuseum fuhren. Im Anschluss an die Besichtigung nützten wir die verbleibende Zeit fürs Mittagessen, bevor wir weiter nach Porto Azzurro fuhren. Nach einem Marsch hinauf zum berühmten Gefängnis der Stadt wurde erstmal ausgiebig eingekauft. Im Anschluss kühlten sich einige bei einem Eis ab, nur Moritz entschied sich, seinem Hut in das Hafenbecken zu folgen, um sich von Ralf und Max wieder herausziehen zu lassen. Als alle wieder trocken waren, machten wir uns auf den Rückweg.
Donnerstag: Marmor, Pflanzen und Insekten
Am Morgen teilten wir uns in zwei Gruppen. Frau Professor Joas ging mit einigen runter zum Strand um Kakteen und Agaven auszugraben und wilden Rosmarien und Lorbeerblätter für die Küche zu Hause zu pflücken. Die anderen sammelten mit Diana Insekten mit den Becherlupen und bestimmten über 20 Arten, unter anderem zahlreiche verschiedene Heuschrecken und Spinnentiere. Am Nachmittag schnorchelten die Absolventen der Schnorchelprüfung mit Herrn Professor Joas bis zu einer wunderschönen Marmorbucht. Nach einem tollen Abschlussessen wurden auch schon die Koffer gepackt, damit am nächsten Tag nur noch die Zelter abgebaut werden mussten. Unseren letzten Tag auf Elba schlossen wir mit einigen Partien Billard und noch zahlreichern Runden Werwolf ab.
Freitag: Ciao Isola d’Elba
Die Zelte wurden abgebaut und der Rest des Gepäcks verstaut, um es auf den Lieferwagen des Campingplatzes zu laden. Als der Müll von den Zeltplätzen entfernt war, rasten wir unserem Gepäck nach, zur Bushaltestelle. Frühstück in Portoferraio - ab auf die Fähre. Der Abschied von der Insel fiel uns allen sehr schwer. Eine sichere Busfahrt und ein Stopp beim Mc Donald's in Innsbruck rundeten die Woche ab. Pünktlich um ca. 23:00 Uhr erreichten wir Vöcklabruck und wenig später Waldzell.













