Sommerlager 2001 auf der Hoamalm

Montag

Dieses Jahr beschlossen die ÖNJler aus Waldzell, eine Woche in den Bergen auf der Hoamalm zu verbringen.  Schon die sehr kurvige Anfahrt ließ einigen von uns eine naturverbunden grüne Farbe ins Gesicht steigen.

 

Beim Talwirt angekommen besichtigten wir das Freilichtmuseum und die Waldausstellung. Bei der Berchtenausstellung stellten einige verblüffende Ähnlichkeiten mit verschiedenen önj – Mitglieder fest, was aber durch keinen Stammbaum wirklich erklärt werden konnte....

 

Naturbeobachtung gehört natürlich bei jedem ÖNJ - Lager dazu!!!

 

Wir freuten uns, dass wir unser Gepäck mit der Seilbahn transportieren durften, stellen später aber entsetzt fest, wie weit wir noch bis zu Alm wandern mussten. Um so größer war die Begeisterung, als wir unsere Unterkunft besichtigten.

Nachdem sich jeder ein mehr oder weniger trockenes Plätzchen zum Schlafen gesucht hatte bereiteten wir ein köstliches Abendessen das ähnlich einer Raubtierfütterung unter freiem Himmel stattfand.

 

DIENSTAG

Die erste Nacht auf der Hoam Alm überstanden wir trotz Mangel an Elektrizität, Wärme und dichtem Dach überraschend gut. Wie auf jedem ÖNJ – Lager gab es zum Frühstück ein unwiderstehliches Müsli, das ähnlich wie ein Zaubertrank unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bis ins Unermessliche steigerte. Nachdem wir eine Viertelstunde unterwegs waren, war diese Leistungsfähigkeit schon wieder aufgebraucht.

 

Wir kämpften uns den Berg
hinauf und freuten uns, dass
uns die Murmeltiere nachpfiffen.

Endlich beim Gipfelkreuz
angekommen jausneten wir
zuerst einmal, um dann auf
den Fotos frisch und
triumphierend auszusehen.

 

Dann kletterten wir in bedrohlichen Höhen umher um einige Edelweiß zu sehen, rutschten über lebensgefährliche Abhänge, versanken in schlammigen Mooren und wateten durch reißende Ströme um Türkenbund, geflecktes Knabenkraut, Wollgras und Almrausch zu bewundern.

 

Schneeballschlacht im Juli!

Auf der Kreealm gab es frische Milch und zurück auf der Hoam Alm verwöhnte uns Frau Kaiser mit Spaghetti.

Unsere jüngeren Mädels machten an diesem Abend eine beeindruckende Modenschau und ernteten dafür Applaus von den Jungs. Besonders die aus Naturmaterialien gemachte Schminke brachte das Publikum in Aufruhr.

Einige sangen noch bis spät in die Nacht, die anderen gingen mit Ohrenschmerzen zu Bett.

 

 

Mittwoch - FAULENZERTAG

 

Endlich einmal ein freier Tag. Nach der Wanderung am Vortag war das aber auch nötig. Es wurde ein wirklich gemütlicher Tag, an dem einfach nur ausgeschlafen, gespielt (manchen von uns wurde sogar das Tarockieren beigebracht), und kein Stress gemacht wurde.

 

Nach dem Frühstück sind wir zur Gretl auf die Kree- Alm gegangen, wo wir dann zu Mittag ein gutes Sauerkäsebrot oder ein Kochkäsebrot zu uns genommen haben. Während wir aber faul gewesen sind, haben Fritz und Burghard schon Eierschwammerl gebrockt, die am Abend dann in Form einer wunderbaren Soße verspeist wurden. Diesmal sind sogar die Semmelknödel sehr, sehr gut geworden( was wir nach dem Lager in Rauris gar nicht erwartet hätten)!!

 

Am Abend starteten wir eine aufreibende Schnitzeljagd. Die drei Teams mussten nicht nur körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch künstlerisches Talent, Geschick und Wissen unter Beweis stellen. Auch die müdesten Krieger gingen mit viel Motivation an den Start.

 

DONNERSTAG

Am Donnerstag hieß es dann wieder früh aufstehen und zusammenpacken: nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir, bis auf eine kranke Anonyme, eine Wanderung ins Tal und dann zum Schödersee. Ins Tal kamen alle. Der Schödersee ist eine andere Geschichte. Herr Streif vermutete, der normale Weg sei uns zu langweilig und botanisch zu uninteressant, und so kämpften wir uns durch bisher unerforschtes Gebiet zum nächsten Wanderweg.

 

 

Als wir den Berg halb erklommen hatten, erfuhren wir, dass der See, in dem wir schwimmen gehen wollten, periodisch war und deshalb gar kein Wasser hatte. Daraufhin hatten viele von uns schlagartig keine Kraft mehr um noch irgendeinen Schritt zu tun und beantragten das Recht in einem anderen See schwimmen zu gehen.

 

 

Drei scheinbar lebensmüde Personen wanderten noch bis zum (Nicht-da-gewesenen) See, während sich der faule Rest im Tal psychisch auf den Aufstieg zur Hoamalm vorbereitete, indem er sich in der Sonne bräunte.

 

Drei Wahnsinnige wagten sogar den Sprung ins kalte Wasser und nahmen ein Bad im ca. 10 Grad „warmen“ Gletscherbach. Coole Sache.

Nach einem erfrischenden Eis beim Talwirt und einem nicht ganz so erfrischenden Aufstieg genossen wir Gretis Buchteln auf der Kreealm. Danach wagten wir eine Runde Tarock. Auch die anonyme Kranke leistete uns Gesellschaft, indem sie ihre Bazillen um sich hustete.

 

Wir ließen diesen letzten Abend mit Gitarren- und Trommelklängen „ausklingen“.
 

 

Rund um die Hoamalm gab es auch einige Kreuzottern, die man immer beobachten konnte. Sogar von der Toilette aus hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Untermieter.

 

Freitag

Nachdem wir den ganzen Morgen die Hütte geputzt hatten machten wir uns auf den Weg ins Tal. Bis auf wenige beeindruckende Stürze erreichten wir das Tal mit viel Energie, und so fuhren wir mit dem Bus noch zur Liechtensteinklamm. Diese war wirklich beeindruckend, ebenso wie der gelungene Auftritt unserer kranken Anonymen, die bei einem Hustanfall ihren Eistee durch die Nase prustete. Es gab Beifall von den ÖNJlern und ebenso von den umstehenden Passanten.

 

Auch dieses Jahr ist es ein gelungenes Lager geworden, es war wirklich viel Spass und wir freun uns schon auf nächstes Jahr...  ;-)))