Sommerlager der ÖNJ Waldzell in Ibm

Vom 20. bis 23. 8. führte die ÖNJ Waldzell ihr Sommerlager am Naturcampingplatz Seewirt am Ibmer oder Heratinger See durch. Trotz des schlechten Wetterberichtes hatte der Wettergott mit den 19 Teilnehmern ein Einsehen. Beim Aufstellen der Zelte am Montag zu Mittag regnete es nicht mehr und dann folgten sogar ein paar Badetage.

Neben dem Baden stand natürlich das Ibmer Moor im Mittelpunkt. So besichtigten wir schon am Montag Nachmittag das Vogelparadies Weidmoos. Das Weidmoos ist ein ehemaliges Hochmoorgebiet, in dem bis zum Jahr 2000 großflächig Torf abgebaut wurde. Nach dem Ende des Torfabbaues ist jedoch ein neuer faszinierender Lebensraum aus zweiter Hand entstanden. Er bietet ein Rückzugsgebiet für viele europaweit selten gewordene Vogelarten. Aufgrund der hier vorkommenden Vogelarten wurde das Weidmoos im Jahre 2001 als "EU-Vogelschutzgebiet" ausgewiesen und damit in das europäische "NATURA 2000"-Netzwerk aufgenommen.

 

 

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Nach den schweren Eingriffen durch den Torfabbau kann das Weidmoos aber nicht sich selbst überlassen werden. Das entwässerte ehemalige Moor würde sich sonst zu einer einförmigen Waldlandschaft entwickeln. Ohne Hilfe des Menschen würden daher viele der hier lebenden Vogelarten ihre neue Heimat wieder verlieren. Um diese Landschaft zu erhalten bzw. teilweise sogar neu zu schaffen, sind gezielte Maßnahmen notwendig. Dieses Habitatmanagement (Habitat = Lebensraum) wird im Rahmen eines von der EU geförderten LIFE-Projektes durchgeführt. Für Besucher wurden außerdem ein Themenweg, eine Info-Stelle und ein Aussichtsturm geschaffen, die es ermöglichen, das Weidmoos hautnah zu erleben, ohne dabei die Vogelwelt zu stören.

Anschließend gingen wir noch die kleine Runde des Ibmer Moorlehrpfades. Am Abend entzündeten wir ein Lagerfeuer, an dem wir Knacker zum Abendessen grillten.

 

 

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Am Dienstag Vormittag stießen dann noch drei "Oldies" zu uns. Allerdings mussten uns auch zwei Mädchen wegen Übelkeit und Erbrechen verlassen. Nach einem kurzen Besuch im Haus der Natur in Salzburg fuhren wir in die Ettenau.
Die Auwälder der Ettenau werden in ihrer Entwicklung noch immer von den Hochwässern der Salzach beeinflusst. "Europaschutzgebiet Natura 2000 Ettenau", lautet der vollständige Name für die 500 Hektar große Fläche, die sich 40 Kilometer entlang der Salzach erstreckt. Orchideen, Auwälder, Streuwiesen und 188 Vogelarten, sowie Biber und Fischotter rechtfertigen die Nominierung zum "Natura 2000"-Gebiet.

Wir durchquerten diese unberührte Wildnis. Wir wateten durch Bäche, suchten unseren Weg durch fast undurchdringliche Schilfbestände und urwaldähnliche Auwälder, bis wir zu Bäumen kamen, die von Bibern angenagt wurden.

 

 

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Nach der Rückkehr stürzten sich die meisten in die Fluten des Ibmer Sees und am Abend wurde wieder ein Lagerfeuer entzündet und es wurden verschiedene Grillspezialitäten zubereitet.

Am Mittwoch stand die große Moorwanderung auf dem Programm. Wir wanderten entlang des Ibmer Sees bis nach Ibm. Dort beginnt der Moorlehrpfad. Kurz nach Ibm sahen wir zwei Schwarzstörche über uns kreisen. Oberhalb des Seeleitensees machten wir eine Rast und beobachteten die Vögel im See und das Moorgebiet.

 

 

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Dann ging es runter zum Rundweg! Einige steckten ihre Beine in die Moorpfützen, andere kletterten auf den Kletterbaum und natürlich wurden auch Pflanzen wie der Sonnentau bestaunt.
Anschließend ging es auf der Straße zurück nach Ibm. Als Abschluss wanderten wir noch rund um den Heratinger See.

 

 

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Dann wurde wieder gebadet und Beachvolleyball gespielt. Am Abend gab es wieder Spezialitäten vom Grill und ein Lagerfeuer.

 

 

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Leider verlief die letzte Nacht nicht sehr angenehm für einige. Sie hatten sich offensichtlich mit dem Virus angesteckt und erbrachen die ganze Nacht.
Auf Grund dieser Vorfälle wurde das Lager am Donnerstag vorzeitig abgebrochen und wir machten uns noch am Vormittag auf den Nachhauseweg.

Trotz dieser unangenehmen Zwischenfälle war es ein schönes und interessantes Lager.