Eisriesenwelt
Am Freitag, 1.5.2009 machten die ÖNJ Gruppen Fledermäuse und Adler einen gemeinsamen Ausflug zur Eisriesenwelt nach Werfen. Wir trafen uns am Parkplatz vor dem neuen Informationszentrum und wurden dort von Herrn Franz Eder, einem Gesellschafter, begrüßt. Er begleitete uns zur Seilbahnstation und wies uns u.a. auf eine Eisenerzader im Stollen hin.
Mit der Seilbahn fuhren wir ruck-zuck nach oben, rein in den Nebel. Oben angelangt ging es ein gutes Stück den Berg hinauf und die Kinder hatten ihren Spaß mit den Schneeresten am Wegrand.
Vor der Höhle trafen wir unseren Höhlenführer, es wurden Lampen verteilt und dann marschierten wir rein in die größte begehbare Eishöhle der Welt. Im Gänsemarsch stiegen wir 700 Holzstufen hinauf, vorbei an zwei riesigen Eisstalakmiten. Stalakmiten bilden sich durch Tropfwasser und wachsen vom Höhlenboden nach oben. Die von der Höhlendecke nach unten wachsenden Gegenstücke dazu nennt man Stalaktiten.
Die steilste Stelle des Weges hat 45° und man kann sich kaum vorstellen wie mühsam die Erforschung der Höhle vor etwa 100 Jahren gewesen sein muss. Wir mussten ja nur die Holzstufen bewältigen, die Forscher waren wohl mit Steigeisen und Pickel unterwegs und kamen trotz des vielen Eises ganz schön ins Schwitzen. Alexander von Mörk, der Begründer der Salzburger Höhlenforschung, ließ sogar seine Urne in der Eisriesenwelt beisetzen.
Nach dem Steilstück kamen wir noch zu anderen riesigen Eisfiguren, deren Aussehen sich aber von Jahr zu Jahr ändert, so dass nicht immer erkennbar ist, warum sie den einen oder anderen Namen erhalten haben bzw. es auch mehrere Namen für eine Figur gibt z.B. Eiskönigin, Eisorgel, Elefant.
Der letzte Teil der Führung führte in den sogenannten Eispalast, dort durften wir sogar die Eisfläche betreten. Hier sollen, als es noch kein künstliches Eis gab, die Eisläufer für die olympischen Spiele trainiert haben. Das Eis war nicht besonders glatt eher ein bisschen ruppig.
Rasch gingen wir dann wieder zurück zum Ausgang und nach einer guten Stunde, war es schön, wieder Tageslicht zu sehen. Höhlen haben doch ein bisschen was Beklemmendes. Mit einem guten Essen im Dr. Oedl Haus beendeten wir unseren Ausflug.
Elfriede, Johanna und Andrea


