Das Kreuzerbauernmoor

Das Kreuzerbauernmoor Wildnis am Rande des Kobernaußerwaldes: Moortümpel, Erlenbrüche, Baumgerippe - ein urwaldähnlicher Zustand. Gibt es das noch? Noch nicht - wir arbeiten daran. Im Kreuzerbauern-Moor, welches 1991 vom damaligen Landesleiter der Naturschutzjugend, Mag. Herbert Weissenbacher, erworben worden war, um das bereits teilweise entwässerte Moor vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren, sind wir am Werk.

 

Die önj Waldzell bearbeitet und erforscht seit nunmehr sechs Jahren dieses Gebiet. Entwässerungsgraben werden zugeschüttet, freie Flächen vergrößert, Pflanzen bestimmt, Vögel beobachtet und noch vieles mehr. Bei unseren zahlreichen Besuchen und Arbeitseinsätzen mussten wir feststellen, dass es praktisch unmöglich ist, ein fast zerstörtes Moor in absehbarer Zeit zu renaturieren.

 

Als einzig sinnvolle Arbeit stellte sich die Rettungsaktion im Latschenmoor (Pinus mugo ssp. mugo) heraus. Der durch die Entwässerung für Fichten immer attraktiver werdende Untergrund ließ diese zwischen den Latschen immer dichter hervorsprießen. Die errichteten Dämme und das Entfernen der Fichten haben sich bereits positiv auf den Latschenbestand ausgewirkt. Nach einer Kartierung der 10,5 Hektar großen Fläche werden nun geeignete Maßnahmen gesetzt, sodass sich ein Mosaik aus verschiedenen Biotypen ohne weitere Eingriffe ungestört entwickeln kann.

 

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Bei unseren Aufenthalten im Moor fielen uns zwei angrenzende Flächen auf. Eine ehemalige Streuwiese mit Raritäten wie dem Lungenenzian, der Weißen Waldhyazinthe, dem Sumpfständelwurz, dem Langblatt-Sonnnentau, dem Gefleckten Knabenkraut und vielem mehr. Zudem ein Erlenbruch an der südlichen Moorgrenze. Beide Flächen konnten mit Unterstützung der Naturschutzabteilung des Landes OÖ angekauft werden.

 


 

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