Ausbreitungsmethoden von Pflanzensamen

Es ist Winter, draußen liegt der Schnee und die Natur schläft. Aber nicht die önj! Auch wenn sich jetzt in der Natur nicht viel tut, können wir die Natur ein wenig erforschen.
Bald werden die Blumen wieder blühen und die jungen Bäume aus dem Boden schießen. Aber was muss im Herbst passieren, damit die Pflanzen im Frühling zu keimen beginnen?

In einer gemütlichen Heimstunde im Warmen werden ein paar Früchte und Samen von Pflanzen besprochen, und anhand von gebastelten Samen werden ihre Ausbreitungsmethoden getestet:

 

Tierwanderer:

Es gibt Pflanzen, deren Früchte eher plump sind und daher einfach vom Baum runter fallen und dort liegen bleiben. Als Beispiel sei hier die Rosskastanie genannt. Aber die Natur hat sich was überlegt. Diese Samen sind verlockend für die Tierwelt und auch den Menschen. Die Früchte werden mitgenommen und woanders fallengelassen oder vergessen.

-> Zur Veranschaulichung Kastanien mitnehmen.

Material:

  • Kastanien


Eine weitere Ausbreitungsmöglichkeit erfolgt durch Tiere, und zwar ohne dass sie davon wissen. Kletten beispielsweise bleiben ohne bemerkt zu werden am Fell der Tiere oder am Gewand der Menschen hängen.

-> Stückchen selbstklebenden Klettverschluss (der Teil mit den kleinen Hacken) an die Kastanien oder andere samenhafte Dinge kleben.

Material:

  • Kastanien oder Ähnliches
  • selbstklebender Klettverschluss (Teil mit den kleinen Hacken)

 

Windausbreiter:

Viele Pflanzen nutzen die Kraft des Windes um ihre Samen zu verbreiten, wobei es viele verschiedene Methoden gibt:

Hohe Bäume, wie zum Beispiel Ahorn, Linde und Ulme bilden Samen aus, welche mit Hilfe von Anhängen gemächlich zu Boden gleiten oder vom Wind durch die Lüfte getragen werden. Enorme Strecken können dadurch zurückgelegt werden. So können einige Flugsamen bis zu 500 Meter lange Strecken überwältigen.

-> Flugsamen von beispielsweise Ahorn und Linde werden mit Hilfe von Kartonschablonen auf Papier gezeichnet und ausgeschnitten. Anschließend den natürlichen Farben entsprechend angemalt. Der Ahornsame ist somit fertig. Auf die Unterseite des Lindensamens wird ein Wollfaden, auf dem zum Beispiel ein Tic Tac als Same befestigt ist, angeklebt.

Material:

  • Flugsamen-Schablonen von Ahorn, Linde, etc.
  • Papier
  • Dixo
  • Wollfaden
  • Wasserfarben oder Farbstifte zum Anmalen
  • TicTac

Andere Pflanzen werden Haarschirmflieger genannt. Ein Beispiel dafür ist der allseits bekannte und teils weniger beliebte Löwenzahn. Seine Samen sind mit einem Büschel feinster Haare ausgestattet.

-> Mit Daunenfedern veranschaulichen.

Material:

  • Daunenfedern


Der Name Ballonflieger erklärt sich fast schon von selbst. Der Samen wächst in einem ballonähnlichen Gebilde, welches nach dem Reifen des Samens abgeworfen und vom Wind davon getragen wird. Ein Beispiel dafür ist die Pimpernuss.
Als Ballon dient ein aufgeblasener Luftballon. Bevor dieser aufgeblasen wird, kommt noch ein Tic Tac- Same rein. Gut verknoten und fertig.

Material:

  • Luftballone
  • TicTac


Sogar der Mohn macht sich die Stärke des Windes zu nutzen. Auf einem langen Stängel befindet sich eine Mohnkapsel, die zur Reifezeit kleine Löcher am oberen Rand ausbildet. Durch diese Löcher müssen die Samen raus - aber wie? Ist der Wind kräftig genug, wird die Kapsel an der Spitze des Stängels so sehr in der Luft herum geworfen, sodass die Samen es durch die Löcher schaffen und weit raus geschleudert werden.

-> Um eine Mohnkapsel zu basteln wird eine leere Klopapierrolle in der Mitte auseinander geschnitten. Dann werden mit einem Messer die Löcher ausgeschnitten. Die Kapsel wird nun oben und unten zugeklebt. Ich habe dafür einen passenden Papierkreis auf Malerkrepp gelegt, diesen dann bis zum Papierkreis eingeschnitten und dann eine Lasche nach der anderen angeklebt. Nach dem Bemalen kommen die Samen rein und schon kann ausprobiert werden.

Material:

  • leere Klopapierrollen (1 Rolle für 2 Kinder)
  • Messer
  • Malerkrepp
  • Papier
  • Wasserfarben oder Farbstifte zum Anmalen
  • TicTac


Ferner können beispielsweise noch Selbststreuer (z.B. Springkraut), Schwimmer (z.B. Teichrose) und durch Menschen ausgebreitete Pflanzensamen (z.B. Ampfer) besprochen werden.

von Nathalie Kleiss


Bildergalerie

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