Ein gefährdeter Vogel – Der BARTGEIER

Als ÖNJler bist du sicher schon einmal in der Astenschmiede, einer ÖNJ-Hütte im Raurisertal, gewesen. Falls dies nicht so ist, dann solltest du die nächste Gelegenheit nutzen, um dorthin zu kommen. Abgesehen von der schönen Hütte und ihrer tollen Lage gibt es noch etwas sehr Erwähnenswertes: Im Krumltal, einem Seitental des Raurisertales, kommt man zu einem Stützpunkt der Bartgeierwiederansiedlung.

Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen - wodurch ist er verschwunden?

Dieser knapp drei Meter große Vogel war gefürchtet und wurde dadurch Opfer einer Rufmordkampagne. Obwohl Bartgeier reine Aasfresser sind, waren sie als mordlüsterne Beutegreifer verschrien. Man glaubte, sie würden Lämmer töten und sogar menschliche Kleinkinder entführen. Immer mehr furchtbare Mythen und Sagen gab es über den Bartgeier. Dies und einige andere Gründe führten schließlich dazu, dass der Bartgeier um 1915 in den Alpen ausgerottet wurde. Ungefähr 60 Jahre später wurde das Bartgeierprojekt zur Wiederansiedlung ins Leben gerufen. 2005 lag der geschätzte Bestand in den Alpen bei rund 115 Bartgeiern. Nähere Informationen zum Bartgeierprojekt können beim Nationalpark Hohe Tauern angefordert werden. (Ich bekam sofort einige Broschüren zugeschickt.)

 

Nun wissen wir ein bißchen Theoretisches über den Bartgeier, aber was wird gebastelt?!

Mit Hilfe einer Schablone können die Kinder die Umrisse eines Bartgeiers auf Sperrholzplatten zeichnen. Mit Laubsägen werden sie dann ausgeschnitten und mit Wasserfarben angemalt. Beim Anmalen können sich die Kinder verschieden alte Bartgeier machen. Im Laufe eines Bartgeierlebens verändert sich die Farbe des Federkleides, sodass man gut alte und junge Bartgeier unterscheiden kann. Danach wird in jeden Flügel und in den Schwanz ein Loch gebohrt. Mit einer Schnur kann der Bartgeier an einer hohen Stelle, wo er seine Kreise drehen kann, aufhängt werden.


Material:

  • Schablone mit den Umrissen eines Bartgeiers
  • Sperrholzplatten
  • Laubsägen
  • Wasserfarben
  • Bohrmaschine
  • dicke Schnur
  • event. Broschüren vom NP Hohe Tauern (zum Nachlesen)


von Nathalie Kleiss


Bildergalerie

Bartgeier2
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